
K-Sohle
Eine neue Bremsenbauart für Güterwagen. Die bisherigen Graugussbremsbeläge werden durch
sogennannte K-Sohlen ersetzt. Dadurch wird der Verschleiss auf der Lauffläche der Räder vermindert.
Die Räder bleiben länger glatt. Da die Hauptlärmquelle das Abrollen der Räder auf der Schiene ist,
verringert sich die Lautstärke um bis zu 10db behauptet die Bahn. 10 db bedeutet eine Halbierung der
wahrgenommen Lautstärke, aber nur wenn der komplette Zug aus solchermassen umgerüsteten Wagen besteht.
Neue Güterwagen werden mit der dieser Bremse beschafft.(bisher einige tausend) (Gesamtbestand ca.
160.000)
Damit diese Reduzierung eintritt müssen mehrere Faktoren zusammtreffen:
- Die Schiene ist ebenfalls glatt! Dies bedingt regelmässiges Schleifen
- Die Güterwagenräder müssen ebenfalls, wenn auch seltener, gewartet werden
- Alle! Güterwagen die auf deutschen Schienen unterwegs sind, müssen umgerüstet sein.
Siehe auch:
Kosten-Nutzen-Analyse
Eine Kosten-Nutzen-Betrachtung ist ein "haushaltsrechtlich relevanter" Vorgang, bei dem die Sinnhaftigkeit einer staatlichen Maßnahme (Geldausgabe) beurteilt wird. Nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz ist eine Kosten-Nutzen-Analyse für die Bewertung von Lärmschutzmaßnahmen zwingend vorgeschrieben. Es wird untersucht, ob sich die Maßnahme z.B. eine Lärmschutzwand "lohnt".
Nach meinem Wissen gibt es keine konkrete Zahl, ab wann eine Maßnahme als sinnvoll betrachtet werden kann. Falls jemand genaueres berichten kann, wäre ich über eine Info sehr dankbar.
Krank durch Lärm
Mehr als 3/4 aller Deutschen fühlen sich durch Lärm belästigt.
(Siehe hierzu das UBA)
Dabei sind die Gefahren der
Lärmbelastung, vielen Menschen nicht bewusst. Lärmsachverständige sagen, schon 5 bis 7 Störungen der
Nachtruhe schädigen die Gesundheit nachhaltig. Wenn sich nachts die Einzelpegel um mehr als 3 dB(A)
vom Lärmhintergrund unterscheiden besteht bereits eine Gesundheitsgefährdung.
Von uns durchgeführte Messungen habe ergeben, daß der "Ruhepegel" in ca. 30m Entfernung von
der Bahn bei 55db(A) liegt. Die Spitzenpegel liegen aber bei bis zu 88 db(A). Und das
(Stand Februar 2008) bis zu 24 mal pro Nacht. Ein normales doppelglasiges Fenster hat im
geschlossenen Zustand eine Dämpfung um ca. 20-30db zur Folge. Da der Aufwachpegel, bei dem ein
durchschnittlicher Mensch aufwacht liegt bei ca. 35db. Selbst mit einem Lärmschutzfenster das 42db
schafft, werden sie also immer noch mehrmals pro nacht aufwachen.
Nur mit einer Lärmschutzwand die mindestens nochmal 10db bringt, wird in solchen Wohnungen ein
gesundheitlich unbedenkliches Leben langfristig möglich sein.
Der Einfluss des Lärms ist erst langfristig spürbar. Das Lärmbelastung krank machen kann ist heute
unstrittig.