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Eisenbahn-Bundesamt

Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) ist eine Bundesoberbehörde, zuständig für die Regelung des Eisenbahn-Wesens. Es unterliegt der Aufsicht und den Weisungen des Bundesministers für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Das EBA ist zuständig für die Lärmkartierung im Rahmen des Gesetzes zur Umsetzung der EG-Richtlinie 2002/49/EG über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm.

Emission von Schall /Schall-Emission

(v. lat.: emittere = aussenden)

Emissionen sind von einer Quelle ausgehende Geräusche. Überschreiten sie ein gewisses hinzunehmendes Ausmaß, handelt es sich um "schädliche Umwelteinwirkungen". Der Bergriff "Emission" bezeichnet auch den Vorgang der Abstrahlung von Schallwellen von einer Quelle und ihres Eintretens in die Umwelt.

Emissionsgrenzwerte für Güterwagen

Emissionsgrenzwerte für Güterwagen gibt es erst seit dem 31.01.07. Festgelegt sind diese in der Technische Spezifikation für Interoperabilität (TSI). Diese Verordnung ist Teil der Richtlinie 2001/16/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. März 2001 über die Interoperabilität des konventionellen transeuropäischen Eisenbahnsystems.(uff!). In der sogenaannten TSI noise sind als Grenzwerte, Werte festgelegt die 10 db unterhalb der tatächlichen Werte für Güterwagen liegen. Anzuwenden ist dieser Wert auch für Güterwagen die einer grundlegenden Überarbeitung unterzogen werden. Jetzt weiss man auch, woher die 10db Reduzierung bei Umrüstung auf die K-Sohle kommen. Dieser Wert soll eventuell in den nächsten Jahren um weitere 5 db reduziert werden. Herzlichen Glückwunsch! Eine tolle Option. Ein leidgeprüfter Bahnliebhaber und Kenner, der in Sicht und Hörweite zu einer Strecke wohnt -was er schon bedauert- berichtet, dass es schon heute Güterzüge gibt, die vom Geräuschpegel in die Nähe eines mit gleicher Geschwindigkeit vorbeirauschenden ICE's kommen. Die meisten Züge jedoch sind davon weit entfernt. Es wird noch Jahrzehnte dauern bis Güterzüge, bei einer solch laxen Vorgabe, spürbar leiser werden.

Entdröhnung - Körperschalldämpfung

Ein Zug, der über ein Gleis fährt, erzeugt durch den Rad/Schiene Kontakt Schwingungen die über die Schiene und die Schwellen auf den Untergrund übertragen werden. Ist der Untergrund nun eine Brücke, gerät diese in Schwingungen und erzeugt ihrerseits Luftschall der an die Umwelt abgegeben wird. Unter bestimmten Vorrausetzungen kann dieser sogar stärker als der eingeleitete Schall sein. Entdröhnung kann durch verschiedene Massnahmen erreicht werden:

  • Man versucht das Eindringen des Körperschalls in die Brückenkonstruktion zu verhindern (Unterschottermatten),
  • Reduzierung der Körperschallabstahlung der Brücke durch konstruktive Elemente,
  • Minimierung der Oberflächenrauhigkeit auf Schienen und Rädern,
  • Dämpfung der Schienenschwingungen,
  • Vermeidung von Schallbrücken durch die Entkopplung von Schiene und Brücke.

Eisenbahnbrücken

Der Vorbeifahrpegel an einer Brücke ist im allgemeinen deutlich höher als an einem durchgehenden Schotterbett in Damm- oder Normallage. Durch den Rad-Schiene Kontakt werden die Stahlelemente der Brücke zu Schwingungen angeregt und erzeugen das typische Dröhnen Dies ist jedoch sehr stark von der Brückenbauart abhängig. So ist z.B. die Brücke über den Osterbekkanal eine Steinbogenbrücke mit einem durchgehenden Schotterbett, an dieser Brücke ist kein Anstieg des Pegels feststellbar. Trogbrücken, bei denen die Gleise direkt auf dem Stahl aufliegen, sind das Gegenteil. Der Trog wirkt als Resonanzkörper und verstärkt den Schall noch An der Güterumgehungsbahn Hamburg (GUB) sind die meisten Brücken Stahlträgerkonstruktionen, die meisten aus der Gründungszeit der GUB, d. h. Sie sind älter als 60 Jahre. Dies ist aber nur mit einem erheblichen Kostenaufwand machbar, da die meisten Brücken aufgrund Ihres Alters ersetzt werden müssten. Solange keine Sanierung stattfindet, muss die Bahn dafür sorgen das der Lärm durch andere Maßnahmen minimiert wird.

EU-Lärm-Richtlinie

ausgeschrieben: Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über die Bewertung und die Bekämpfung von Umgebungslärm trat im Feb 2002 in Kraft Ziele sind:

  • Die Erstellung von Lärmkarten
  • Information der Öffentlichkeit
  • Annahme von Aktionsplänen

Europa im Lärm - Lärmreduzierung auf der europäischen Schieneninfrastruktur

Die Eisenbahnen haben die Notwendigkeit erkannt, den Lärm, insbesondere der Güterzüge zu reduzieren. Deshalb haben der Internationale Eisenbahnverband (UIC), die Gemeinschaft Europäischer Bahnen (CER) und die Internationale Privatgüterwagen Union (UIP) 1998 das ‚Aktionsprogramm Lärmreduktion Güterverkehr’ gestartet. Dieses Programm bezweckt eine nachhaltige Lärmreduktion im Eisenbahnverkehr durch die Einführung lärmarmer Technologien im Güterverkehr, der Hauptquelle des Eisenbahnlärmes.

Ein Sachstandsbericht der UIC